Trends in Bibliotheksbauten am 30. Januar 2024

Wissensräume für morgen – Trends im Bibliotheksbau

Die digitale Transformation erfasst fast alle Bereiche unseres Lebens. Sie stellt dabei nicht nur eine technische Herausforderung dar, sondern wirft auch soziale, ökonomische und kulturelle Fragen auf. Als Zentrale Wissensinstitutionen und Begegnungsorte sind Bibliotheken aufgerufen, sich auch in ihren räumlichen Angeboten diesen Veränderungen zu stellen. Dabei gilt es, eine Reihe von Fragen zu beantworten: Was bedeutet es, wenn unser Leben sich zunehmend in einem hybriden Raum zwischen Präsenz und digitaler Vernetzung abspielt? Wie lernen und arbeiten wir in Zukunft? Welche Bedürfnisse entstehen, die bisher keinen Raum gefunden haben? Wie können wir vielfältige Begegnungen gestalten? Welchen Beitrag können öffentliche Orte wie Bibliotheken zur nachhaltigen Entwicklung leisten? Und welche Räume braucht es eigentlich, um den Anspruch, gesichertes Wissen für die Gesellschaft zugänglich zu machen, auch in Zukunft zu erfüllen?

Der reich bebilderte Vortrag wird sich mit diesen Fragen anhand von Beispielen aus der baulichen Praxis und auch der Planung beschäftigen. Dabei spielt auch die Einordnung in den historischen Kontext eine Rolle, denn Bibliotheken – so die These – müssen sich baulich nicht gänzlich neu erfinden, um zukunftsfähig zu sein. Nicht zuletzt wird auch das Raumentwicklungskonzept der SUB eine Rolle spielen, in das diese Erkenntnisse eingeflossen sind.

Olaf Eigenbrodt ist stellvertretender Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg mit dem Programmbereich Bibliothekssystem, Benutzung und Bau. In Lehre und Forschung setzt er sich unter anderem mit der Gestaltung von Wissensräumen und Lernwelten auseinander und publiziert zu Bibliotheksbau und –soziologie.

Beginn der Veranstaltung: 17.00 Uhr im Vortragsraum der Stabi. Der Eintritt ist frei.